Coaching-Wörter zur Teamkommunikation

Wenn ihr neu im Trainer*in Business seid, kennt ihr bestimmt die Problematik der Kommunikation am Spielfeldrand. Ihr redet viel, aber niemand hört euch, weil ihr einfach zu viel redet. Helfen können da zum Beispiel Coaching-Wörter.

Hierbei legt ihr mit eurem Team ein paar Kommandos fest, welche das Team dann auf dem Platz schnell umsetzen kann, auch wenn ihr nur 1-2 Wörter sagst.

Habt vertrauen in euer Team!

Generell gilt erstmal, habt vertrauen in euer Team. Meistens findet es eigene Lösungen auf dem Platz, um eine Situation zu lösen. Daher solltet ihr auch nicht dauerhaft von außen coachen. Das kann die Kreativität des Teams hemmen, was wiederrum sehr nachteilig für das Spiel wäre. Daher nutzt die Coaching-Wörter mit Bedacht.

Wie sollten Coaching-Wörter aussehen?

Die Kommandos sollten kurz und knackig sein. Ideal nur ein Wort, notfalls aber auch zwei oder drei. Diese Wörter solltet ihr vor der Saison einmal festlegen, damit auch alle wissen was gemeint ist. Es bietet sich an 8-12 Coaching-Wörter zu etablieren, diese sollten sich alle merken können. Spätestens, wenn diese ein paar Mal im Training verwendet wurden.

Die Coaching-Wörter sollten immer direkt adressiert sein und nicht pauschal auf dem Platz gerufen werden. Sonst kann es schnell passieren, das 2-3 Spieler*innen auf das Coaching reagieren. Das kann dann natürlich auch zu Kuddelmuddel führen.

Beispiele wie Coaching-Wörter aussehen könnten

Generell gilt, seid kreativ, findet vielleicht auch unkonventionelle Begriffe, damit die Gegner*innen zumindest nicht beim ersten Mal sofort wissen, was gemeint ist. Beispiele könnten folgendes sein:

Ball ticken: Gehe ins 1 gegen 1 und versuche den Ball zu berühren, um die Ballkontrolle des Gegners zu stören.

Tür ist auf: Das Zentrum ist frei und kann bespielt werden. Im Zentrum wird es immer gefährlich, also nutzt dort entstandene Lücken.

Augen auf: Mitspieler*in ist frei, schau dich um und finde eine Lösung. Genauer würde ich das nicht definieren oder reinrufen, um die Kreativität nicht zu unterbinden. Aber wenn die ballführende Person weiß, dass es Lösungen gibt, wird sie diese auch suchen und idealerweise finden.

Freie Fahrt: Lauf schnell auf das Tor zu, du bist gerade ungestört. Die Erfahrung zeigt das eine Anfeuerung in solchen Situationen durchaus bewirken kann, dass die ballführende Person schneller wird.

Mitlaufen: Versucht die Gegner nur mit dem Körper zu bedrängen und so vielleicht Richtung Seitenaus zu drängen. Nicht immer muss eine erfolgreiche Abwehraktion auch eine Ballberührung haben.

Unterstützen: Mitspieler*in, die in der Nähe ist, helfen durch z. B. doppeln eines Gegners.

Nutzt also gerne solche Coaching-Hilfe!

Hier seht ihr nur ein paar Beispiele, was so alles möglich ist. Der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass ihr die optimale Lösung zusammen mit dem Team entwickelt, damit auch alle wissen, was von ihnen gewollt ist.

Nutzt ihr bereits Coaching-Wörter und wenn ja, welche? Vielleicht findet ihr das aber auch albern und ihr macht was ganz anderes. Dann schreibt gerne in die Kommentare, wie eure Lösung für das Coaching während eines Spiels aussieht. Ich bin da sehr neugierig!

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