Wie der FC St. Pauli heute mitteilt, wird beim Heimspiel gegen Dresden das Tragen der Gästevereinsfarben in den Heimbereichen des Millerntors verboten sein.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung?

Ich finde ja. Schon gegen Stuttgart gab es stress in der Südkurve mit respektlosen Gästefans. Mit Dresden wird das im Zweifel nicht besser, da auch hier keinerlei Symapthien gegenseitig vorhanden sind.

Allerdings sollte das ganze generell mindestens für die Südkurve und die Gegengrade gelten, besser auch den Heimbereich der Nordkurve. Eine Verankerung in der Stadionordnung für Pflichtspiele wäre wünschenswert.

Wie seht ihr das? Was haltet Ihr von Gästefans in den Heimbereichen des Millerntor?


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3 Comments

  • Felix

    9. Februar 2017 - 18:00

    Ich weiß nicht ob es was bringt, einfach die Trikots zu verbieten. Das Trikot sagt ja nichts darüber aus, ob der der es trägt nett oder scheisse ist.

    Wir waren auch schon in St. Pauli Trikots im Heimblock bei Auswärtsspielen. In Bielefeld kriegte man mit Gastetrikot kein richtiges Bier. Da haben uns nette Bielefeld Fans Bier geholt. So geht es doch auch.

  • Thilo Wetzel

    10. Februar 2017 - 10:41

    Ich erzähle erstmal vom Krieg: Früher™, als ich anfing in Stadien zu gehen (ca. Anfang 80er) gab es das ja gar nicht. Es gab eine Fankurve, einen Auswärtsblock und alles dazwischen war Niemandsland. Das erste Mal fiel mir diese „scharfe“ Trennung auf, als ich vor ca. 7 Jahren mal wieder in Stuttgart meine Mutter besuchte und bei einem Heimspiel des VfB war. Da war auf der Karte aufgedruckt, dass man keinen Zutritt in „gegnerischer“ Fankleidung hatte. Mich hatte das damals schon ein wenig … hmmmm … geschockt. Allerdings war das auch schon die Zeit, als es kaum mehr Karten im freien Verkauf gab und man selbst als Mitglied nur noch eine Karte bekam. Früher™ konnte man so viele Karten kaufen, wie man wollte, bzw. eben solange der Vorrat reichte. Ich schiebe diese Entwicklung auf das Aufkommen von Business Seats im weiteren Sinne und auf die „Eventisierung“ des Profifußballs zu. Oder anders gesagt, der Kampf um die Karten hat dazu geführt, dass die „Heimbereiche“ sich so stark ausgedehnt haben.

    Aber das ist eben eine Entwicklung und vielleicht gibt es da dann auch eine gewisse Zwangsläufigkeit.

    Zur aktuellen Diskussion: Sich in einem Fanbereich mit den Farben des Gästeteams zu schmücken, ist einfach ein No-Go. Ich würde mich da schon gar nicht wohlfühlen. Und dass da Emotionen hochkochen können, wenn das Heimteam im Abstiegskampf mal wieder in der Schlussminute die Punkte liegen lässt, ist verständlich. Wer hier als „Gastfan“, ob mit oder ohne Insignien, jubelt, dem fehlt jegliche Empathie und jegliches Mitgefühl und dann muss er es eben lernen, bzw. bekommt es beigebracht.

    Auf das Millerntor bezogen, ist dieser Bereich für mich zunächst die Südkurve.

    Für alle anderen Kurven muss ich allerdings sagen, dass mich so eine Diskussion schon schmerzt und zwar schon aus unserem ureigenen Verständnis heraus.

    Die große Mehrheit der Gästefans, ob mit oder ohne Insignien, weiß sich i.d.R. zu benehmen. Nichtsdestotrotz gibt es immer auch Idioten und das natürlich auch auf beiden Seiten. Was wir allerdings in dieser Diskussion machen ist etwas, was wir insbesondere als St.Pauli -Fans, nie und nimmer tolerieren würden und insbesondere USP immer wieder dagegen ankämpft: Kollektivstrafen und Sippenhaft.

    Der VfB-Fan, der vorletztes Wochenende „gezwungen“ wurde seinen Schal einzustecken und die Klappe zu halten, hatte es (wahrscheinlich) verdient. Aber die drei anderen, die da in der Ecke standen eben nicht und da fängt mein Schuh an zu drücken.

    Also: Im Sinne eines „friedlichen“ Stadionerlebnisses, ist es wahrscheinlich wirklich besser, Gästefarben aus den „Heimbereichen“ zu verbannen. Dann ist das Konfliktpotential minimiert. So macht es die Politik und die Exekutive.

    Aber als Anhänger des „etwas anderen Vereins“ sollten wir hier dringend eine Diskussion führen, ob diese Art der Kollektivstrafe nicht zu überwinden ist.

    • Konrad

      13. Februar 2017 - 11:54

      Moin Thilo,

      Sehr schön geschrieben. Ich steh ja immer in der Süd und es gab vor dieser Saison eigentlich nicht all zu oft echte Probleme, da viele Gästefans sicherlich auch ein wenig aus Angst/Respekt in „der Kurve der Ultras“ nicht aufmucken.

      Ich erinnere mich noch gut an das Südkurventreffen vor dem Pokalspiel gegen Dortmund vor ein paar Jahren. Dort ist auch von einigen Ultras die Frage aufgekommen, wie man mit Dortmundern in der Kurve umgeht. Der Konsens war damals, dass man die ggf. bittet den Mittelblock zu verlassen (sofern da welche auftauchen) und solange die sich dann benehmen, ist das dann halt so. Schöner wären zwar nur echte interessierte Heimfans, aber solange der Verein nichts vorgibt, war das eigentlich über Jahre der Status. Zumindest für mein empfinden.

      Ich kann eigentlich halbwegs mit Gästefans auf der Süd leben, solange die nicht einen auf dicke Hose bei einem Sieg ihres Teams machen. Doch leider lässt der Alkohol viele Fußballfans ihren Respekt vor anderen komplett über Board gehen. Und wenn dann noch die sportliche Situation für uns scheiße ist, dann kochen Emotionen schnell mal hoch. Da ich nicht sehe, dass die Sache mit dem Respekt zwischen Menschen irgendwann mal besser wird (leider), wäre für die Süd ein entsprechendes Gästeverbot wünschenswert. Über die Gegengrade und Nordkurve lässt sich sicher streiten, da bin ich aber zu wenig um beurteilen zu können, ob es da aktuell eine ähnliche Situation gibt, wie in der Süd.

      Früher war alles irgendwie entspannter, da würde ich dir auf jeden Fall zustimmen.

      MFG
      Konrad

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