Am Freitag ging es endlich zum DFB-Pokalspiel beim VFB Lübeck. Ein Spiel, welches viel Spaß verspricht, da Derbys noch einmal mehr Spannung in die Sache bringen, als so nen 0815-Pokalspiel.

Das man politisch nicht auf einer Wellenlänge mit vielen Lübeckern liegt, brachte nicht gerade weniger Brisanz in das Spiel.

So fuhren wir nun also mit der Regionalbahn und viel Hoffnung im Gepäck in die Hansestadt Lübeck.

Leider gab es da noch einen Bullen namens Robin, der mit einem „normalen“ Fahrgast darüber sprach, warum der Zug so voll ist. Dieser Robin war der Meinung, dass es ja viel angenehmer ist, zu so einem Fußballspiel zu fahren, als Flüchtlingsbegleitung machen zu müssen. Ich werte es jetzt mal genau so wie es klang: Die AFD hat da mal einen potenziellen Wähler. Solche Leute gehören nicht in den Polizeidienst!

Am Bahnhof angekommen, hat sich unsere Fanszene direkt am Bahnhof gesammelt. Von dort gab es dann einen Fanmarsch zum Stadion. Dieser verlief friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Am Einlass des Stadions merkte man sofort, dass die solche Menschenmengen nicht gewohnt sind. Wir haben über eine Stunde gebraucht bis wir dann endlich drinnen waren. Statt aber die Wut über das Chaos am Einlass mit Aggressionen auszuleben, sind wir kreativ damit umgegangen. Lautes runterzählen von 10 bis 1 machte die Ordner schon ein wenig nervös. Aber auch ruck zuck übern Zaun fand ich eine gelungene Gesangseinlage.

Einer von uns, der schon sehr früh drin gewesen war, berichtete, dass die Kontrollen sehr krass waren. Bei uns merkte man davon nicht mehr viel. Hätte locker Pyro, Waffen und sonst was mit rein bekommen. Es wurde nur einmal kurz in die Bauchtasche geschaut und die Arme getätschelt und schon ging es in die Kurve. Meine 8 anderen Taschen an den Klamotten blieben ungeprüft. Banner ausrollen musste ich auch nicht.

Kein Wunder das beide Fanszenen nachher problemlos zünden konnten. Blockfahnen waren ja auch verboten… zum Glück hatten wir auch nur 2 Stück bei uns in der Kurve. Ich würde sagen, das Einsatz- und Sicherheitskonzept der Lübecker ist komplett aufgegangen. *g*

Die Kurve hat von der ersten Minute abgeliefert. Laut und bunt war es über die gesamten 90 Minuten. Das „Aux Armes“ zum Anpfiff hat schon mächtig beeindruckt. Und so ging es das gesamte Spiel über. Einfach nur geil! Endlich wieder einmal ein rundum gelungener Auftritt unserer Fanszene.

Das Spiel war zum Glück erfolgreich. Das Ergebnis war wichtig und halbwegs sicher rausgespielt. Und Pokal ist ja eh immer eine harte Nuss für unseren Verein. Nun geht es frohen Mutes nach Dresden.

 

Schlimm fand ich das Foul an Picault von Marheineke. Da hat sich der Spieler direkt mal an das Level der Lübeck-Fans angepasst. So zu foulen im Mittelfeld macht man meiner Meinung nach nicht ausversehen. Absolut lächerlich, dass der Schiri da nur Gelb gegeben hat, da er einen perfekte Blick auf diese Spielszene hatte. Ein Glück ist Fafa dabei nicht kaputt gegangen.

Ansonsten muss man sagen, die Lübeck-Anhänger haben gezeigt, was ich von denen erwartet habe. Leise und intolerante Arschlöcher die glauben, sie seien der Nabel der Welt. In Wirklichkeit sind sie einfach nur dumme Bauern, die Ihr Hirn nur haben, damit Sie das Atmen nicht vergessen.

Beweis 1: Deutsche, wehrt euch, geht nicht zu St. Pauli (oder so ähnlich)

Beweis 2: Politische Scheiße hat hier nichts zu suchen. Ich übersetzte: Nazis sind hier herzlich willkommen.

Mehrere Quellen besagen, das auch das U-Bahn Lied gesungen wurde, da die Lübecker aber so unfassbar leise waren, konnte ich dieses nicht mit eigenen Ohren hören.

Can you hear Lübeck sing?
No no!
Can you hear Lübeck sing?
No no!
Can you her Lübeck sing?
I cant hear them fucking sing!
No no no!

Nach dem Spiel mussten wir dann rund 30 Minuten im Block warten. Ist natürlich ein sehr cleveres Einsatzkonzept von Team Schildkröte. Den Lübeckern 30 Minuten Zeit geben sich in den dunklen Nebenstraßen zu positionieren. Haben einige auch genutzt. Es gab natürlich ein wenig Stress mit Lübeckern am Anfang des Marsches. Interessanterweise hat die Polizei sich, soweit ich es mitbekommen habe, unerwartet zurückhaltend verhalten und in Lautsprecherdurchsagen eigentlich nur Lübecker als Arschlöcher hingestellt. Das die Polizei einmal nicht realitätsfern ist, habe ich schon ewig nicht mehr erlebt. Dafür dann mal ein Danke und nächstes mal bitte wieder so!

Alles in allem eine gelungenes Fußballspektakel mit allem, was den Fußball ausmacht plus leider einige Nazischweine, auf die der Fußball gut verzichten kann!

In diesem Sinne auf in Runde 2!

Scheiß Lübecker
Ihr seid uns
Weit unterlegen
Seid zu schwach
Ja und deswegen
Gewinnen wir
Heute nur hier


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Moin, ich bin Konrad und bin Betreiber dieses Blogs. Meine Interessen sind der FC St. Pauli, Fahrrad fahren, Wordpress und SEO.

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