Im Oddset-Pokal-Halbfinale empfing TuS Berne am Dienstag unter Flutlicht die FC St. Pauli 1. Frauen.

Vom Papier her war dieses Spiel eine klare Sache. 2 Ligen trennen die beiden Teams und somit war Sankt Pauli klarer Favorit in diesem Spiel.

Das Spiel TuS Berne 1. Frauen gegen FC St. Pauli 1. Frauen

Die erste Halbzeit des Halbfinals

Beide Teams bemühten sich in den ersten Minuten um einen Fußball in Richtung gegnerisches Tor. Dabei hatten beide durchaus ihre Möglichkeiten zur Führung. Nach 15 Minuten hatten sich die Spielanteile Richtung FC St. Pauli 1. Frauen verlagert. Sankt Pauli erspielte ein paar gute Torchancen, welche teils aber richtig gut von der Berne-Torfrau gehalten wurden.

In der 21. Minute markierte der FC St. Pauli den Führungstreffer. Linda Sellami lief nach klasse Zuspiel alleine auf die Torfrau von TuS Berne zu und bugsierte die Kugel in Strafraumnähe per sattem Fernschuss ins gegnerische Tor.

Nach 30 Spielminuten gaben die Girls in Brown weiterhin den Ton an. Die Bernerin versuchten indes mittels Konterspiel für Torgefahr zu sorgen, aber die Abwehr der Kiezkickerin hatte alles im Griff. Der Referee beendete die erste Halbzeit bei einem Zwischenergebnis von 0:1.

Apropos Referee, der hat so unfassbar schlecht gepfiffen, wie ich es selten erlebt habe. Dinge für die Berne ein Freistoß bekommen hat, auch wenn die Szene das eigentlich gar nicht hergab, wurde grundsätzlich auf der anderen Seite nie abgepfiffen. Somit gab es ein klares Ungleichgewicht, welches die Girls in Brown aber sportlich weitesgehend gut im Griff hatten.

Die zweite Halbzeit des Halbfinals

In der Startphase von Hälfte zwei war der FC St. Pauli wieder tonangebend. In den darauffolgenden Minuten suchten die Kiezkickerin umgehend den Weg Richtung gegnerischen Strafraum. Doch die Bernerin wussten die Angriffe gut zu verteidigen und beschränkten sich auf vereinzelte Konter.

Wegen eines angeblichen Foulspiels im Strafraum sah Michelle Wiehr in der 52. Spielminute vom „Un“parteiischen den Gelben Karton – eine völlig unberechtigte Maßnahme, da hier ein alltäglicher Zweikampf um den Ball geführt wurde. TuS Berne erzielte per Elfmeter dann den unberechtigten Ausgleichstreffer.

In der 59. Minute nahm FC St. Pauli 1. Frauen einen Spielerinnenwechsel vor: Die gelb-rot-gefährdete Michelle Wiehr verließ das Feld. Sanna Barudi spielte nun für sie mit. Nach 60 Minuten bot das Match kaum spielerischen Glanz. In der 66. Spielminute nahm der FC St. Pauli den zweiten Spielerinnenwechsel vor: Amke Ihben verließ den Platz, Pauline Ginsberg vertrat sie.

Die Girls in Brown versuchten in der Schlussviertelstunde die Gegnerin durch starkes Powerplay unter Druck zu setzen. In der 77. Minute wechselten die Kiezkickerin dann ein letztes Mal: Francis Wernecke vertrat die ausgepowerte Lea Lübke. Die Bernerin nahmen anschließend immer wieder das Tempo aus der Partie, doch die Sturm- und Drangphase der Girls in Brown trug Früchte.

Der FC St. Pauli markierte in der 81. Spielminute die erneute Führung. Paula Bodenstedt köpfte das Spielgerät nach einer Ecke von Ann-Sophie Greifenberg in die gegnerischen Maschen. Als Belohnung für den hohen Einsatz erzielten die Girls in Brown in der 82. Minute eine weitere Bude. Unbedrängt schoss Ann-Sophie Greifenberg das Leder links ins Gehäuse. Das Spielgerät wurde allerdings noch von einer Verteidigerin abgefälscht. Die Offensivbemühungen trugen weiter Früchte. Das Kiezteam markierte kurz vor dem Ende den Lucky Punch. Die vor kurzem eingewechselte Francis Wernecke beförderte den Ball per Flachschuss links unten ins Tor und dann war Schluss im eiskalten Berne.

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Das Fazit zum Finaleinzug der Girls in Brown

Am Ende der Begegnung stand ein 1:4 zu Buche. Die Kiezkickerin ließen über neunzig Minuten gesehen nichts anbrennen und konnten am Ende einen souveränen Sieg in Berne eintüten. Auch wenn dank des wirklich schlechten Schiris häufig kein echter Spielrhythmus aufkommen konnte. Aber was man bei den Spielerin von Berne loben muss, sie haben bis etwa 15 Minuten vor Ende in der Abwehr einen guten Job gemacht und können stolz auf die gezeigte Leistung in diesem Halbfinale sein.

Im Finale geht es nun gegen die 1. Frauen vom Bramfelder SV. Wie es der Zufall so will, steht jetzt am Sonntag bereits das Liga-Rückspiel beim BSV auf dem Zettel. Ein kleines Warmup für das große Finale.

Forza Sankt Pauli 1. Frauen!


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