Heute war bei besten Indoor-Wetter die Jahreshauptversammlung des FC St. Pauli. Anfangs verlief die Versammlung ohne besondere Vorkommnisse.

Nachdem Oke Göttlich seine Rede zur Lage des Vereins beendet hat, in dem er ausführte, wie u. a. die Gespräche mit Under Amour verliefen, meldete sich ein Mitglied zu Wort.

Anfangs sprach er wirres Zeug zum Thema Saisonkarten, Saisonpaketen und Einzelkarten. Sorry, da konnte ich Ihm echt nicht folgen. Danach hat er dann gegen die Entscheidung des Vereins für Under Amour gepöbelt. Das kann ich sogar nachvollziehen, auch wenn ich denke, ob Under Amour, Adidas oder sonst etwas macht in der Summe eigentlich keinen Unterschied. Eigentlich sind alle diese Hersteller scheiße. Ich hätte Tregema oder sowas zwar mehr gefeiert, aber wenn Oke Göttlich sagt, dass er unsere Werte in den Gesprächen als Grundlage für eine Zusammenarbeit  mit Under Armour genommen hat, vertraue ich ihm. Schön war auch die Ausführung zum Konzernabschluss, wo Oke Göttlich erstmal richtig schön über die Medien hergezogen ist, die ein negatives Betriebsergebnis zwischen 300.000-500.000 Euro vorab verkündet haben. Die Wahrheit ist aber eine andere! Zum fünften mal in Folge hat der FC St. Pauli einen Gewinn eingefahren.

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Ein schöner Gewinn mal wieder!

Zum Ende kam dann die Abstimmung zum Olympia Antrag. Inhalt war grob, dass der Verein sich klar nach außen gegen Olympia positionieren soll und seinen Mitgliedern eine Empfehlung für die Wahl aussprechen soll. Die Debatte zu diesem Antrag war dann umfangreich. Mit allem was man sich vorstellen kann. Von dem Antrag zur Beendigung der Debatte bis hin zu Änderung des Antrags war alles dabei. Dann kam einer, der plötzlich geheim abstimmen lassen wollte, damit niemand sich „outen“ muss. Vorher war gerade per Dringlichkeitsantrag eine andere Version des Auftrags an das Präsidium vorgeschlagen worden. Es war kurzfristig alles sehr unübersichtlich und man hatte den Eindruck, dass selbst die Versammlungsleitung kurz verwirrt war. Am Ende wollte fast keiner geheim Wählen (den Feierabend hätte das massiv verzögert) und am Ende wurde eine sinnvolle Lösung gefunden. Der Auftrag an das Präsidium lautet nun:

Die Mitgliederversammlung des FC St. Pauli lehnt die Olympia-Bewerbung ab. Das Präsidium wird beauftragt diese Entscheidung öffentlich zu kommunizieren und sich nicht an Pro Olympia Kampagnen zu beteiligen.

Ich finde die Formulierung sehr gut, da unser Präsidium nun noch Handlungsspielraum hat und weniger in Misskredit bei der Stadt geraten kann. Wie sich dieser im Zweifel auswirken kann, wäre nicht absehbar, aber von Vorteil für den Verein wäre das sicher nicht. Der Ursprungsantrag hätte meiner Meinung eine Gefahr für den Verein werden können. Am Ende unter „Sonstiges“ wurde von einem Gegengerade-Bewohner indirekt Werbung oder ein anderer Blendschutz auf dem Dach der Trainerbänke gefordert damit die Gegengerade bei Flutlicht nicht geblendet wird. Ist schon in Arbeit. Ganz zum Abschied kam dann noch mal der Typ vom Anfang, der noch mal gegen Under Armour pöbelte und zum Widerstand aufrief.

 

 


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