Die 1. Frauen, die 6. Herren und ein paar Derbyassis!

Einlauf Duwo und FCSP 1. Frauen

Sonntag morgen ging es mit dem Fahrrad mal wieder zum TSV DUWO 08. Anschließend fuhr ich dann zu den 6. Herren zum Auswärtsspiel beim SC Condor 3.

Letztes mal war diese 12 km kurze Tour eine sehr feuchte Angelegenheit, dieses mal war das Wetter deutlich angenehmer.

Mein Plan sah ursprünglich vor, dass bei DUWO pünktlich an- und abgepfiffen wird, so dass ich etwa 30 Minuten Zeit für die Fahrt von Ohlstedt nach Farmsen habe. Dann wäre ich mit Anpfiff, oder kurz danach, beim Spiel der 6. Herren. Aber natürlich kam es anders – Amateurfußball halt.

Vor Anpfiff lagen auf dem Platz 2 oder 3 angebissene Äpfel. Wie die dort hingekommen sind, können sicher nur Mulder und Scully eindeutig klären!

Apfel auf dem Fußballplatz

Das Spiel TSV DUWO 08 gegen FC St. Pauli 1. Frauen

Mit 18 Minuten Verspätung konnte der Schiedsrichter die Partie anpfeifen. Das Fehlen des Heimteams war sicher mit dafür verantwortlich. Während der Wartezeit auf die Mädels von DUWO tigerte der Schiri auf dem Platz ungeduldig hin und her.

Die erste gute Chance hatten die Girls in Brown. Ilijana Kljajić lupfte den Ball über die Torhüterin, der Schiri entschied aber auf Abseits.

Ilijana Kljajić steht im Abseits

Ein paar Minuten später kam von der Trainerbank von DUWO der Satz „Erzähl nicht so viel geh mal lieber ran“. Scheinbar war beim Heimteam zu viel Mitteilungsbedarf.

In der 9. Minute flankte Verena Mannes den Ball in die Mitte, wo Ilijana Kljajić den Ball ins Tor köpfen wollte, doch die Keeperin von DUWO hält den Ball.

Wenige Augenblicke später gab es einen Eckball für die Kiezkickerin, der anschließende Kopfball ging an die Latte und dann in das Aus. St. Pauli spielte wieder weitesgehend Einbahnstraßenfußball.

In der 15. Minute wurde der Aufwand dann durch einen stabilen Schuss von der Strafraumgrenze belohnt. Carlotta Kuhnert mit einem sehenswerten Treffer!

Torjubel Carlotta Kunhnert

Ein paar Minuten danach versuchte Verena Mannes in etwa was vergleichbares. Schöner Schuss aber leider knapp vorbei.

Es folgten noch ein paar gute Chancen von Ann-Sophie Greifenberg und Ilijana Kljajić. Besonders möchte ich da noch mal den Fallrückzieher nach Eckball in der 32. Minute hervorheben. Leider ging der Ball knapp am Tor vorbei. Wäre sonst sicher Tor des Monats geworden.

St. Pauli ging immer weiter nach vorne und erspielte sich Möglichkeit. Nach 39 Minuten machte die Torhüterin vom TSV DUWO einen Ausflug in das Halbfeld, Ilijana Kljajić nutzte dieses eiskalt aus und versenkte den Ball zum verdienten 2:0.

Tor durch Ilijana Kljajić zum 2:0 für die 1. Frauen des FC St. Pauli

Kurz darauf folgten noch 2 Großchancen und mit dem Halbzeitpfiff war es dann erneut Ilijana Kljajić, die das 3:0 aus etwa 16 Metern erzielte.

Ilijana Kljajić nach dem 3:0 für die FCSP 1. Frauen

Die Halbzeitführung geht komplett in Ordnung. Tara Zimmermann war in der 1. Halbzeit mehr damit beschäftigt keinen Sonnenbrand zu bekommen, als wirklich am Spiel teilzunehmen. 2-3 Rückpässe, viel mehr gab es für unsere Nummer 1 im Tor nicht zu tun. Kurz vor Wiederanpfiff wünschte Sie sich etwas mehr zu tun zu haben, das hatten die Gastgeberin scheinbar mitbekommen.

Tara Zimmermann wartet auf ihren Einsatz.

In der 50. Minute gab es den ersten zaghaften Angriff von DUWO. Tara Zimmermann musste nun das erste mal einen Ball halten, auch wenn dieser nicht wirklich gefährlich war. Aber der TSV DUWO 08 kam ambitioniert aus der Kabine und wurde nun mutiger. Lediglich ein Tor bliebt vorerst verwehrt.

In der 53. Minute gab es ein Abseitstor durch die Girls in Brown, eine Minute später ging ein Fernschuss von Lea Lübke in den Nachbargarten. Hoffentlich war da gerade niemand am frühstücken.

Lea Lübke beim Schuss

In der 56. Minute zeigte DUWO bei einem Freistoß mehr Präzision und schenkte Tara Zimmermann einen 25-Meter-Freistoß ein. Die Entscheidung, welche zum Freistoß führte, war eher zweifelhaft. Aber da die Girls in Blue bisher eine gute 2. Halbzeit gespielt haben, war das Anschlusstor insgesamt dennoch nicht unverdient.Freistoßtor vom TSV DUWO

Das Tor rüttelte die 1. Frauen des FCSP aber wieder wach. Es folgten mehrere Chancen, bis Linda Sellami in der 62. Minute das 4:1 mit einem sattem Schuss erzielte.

Das 5:1 war dann auch das dritte Tor für Ilijana Kljajić in diesem Spiel. In der 71. Minute bekommt Sie einen Pass von der Außenbahn und konnte in der Mitte in Ruhe zum Endergebnis einschieben.

Wenige Momente später gab es noch die Chance auf das 6:1. Die Torhüterin der Gastgeberin hatte den Ball aber überragend gehalten. Leider tat sich die Spielerin dabei etwas doller weh, konnte aber nach ein paar Minuten Behandlungspause weiterspielen.

DUWO Torfrau hält einen Ball

Das Spiel flachte nun etwas ab, beide spielten im Mittelfeld und nach vorne gab es von beiden nicht mehr viel. In der 89. Minute, genau um 13:12 Uhr, pfiff der Schiri dann das Spiel ab.

Apropro Schiri, das war ein sehr witziger Zeitgenosse! Er hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Schön fand ich z. B. seine Definition zu Testspielen:

Testspiele sind zum lernen da

Ja, da hat er wohl recht. Aber auch bei den Spielerin gab es hier und da mal lockere Sprüche a la

Ich dachte du bist schneller (Nach dem ein Pass viel zu steil gespielt wurde)

oder

Nimm du ihn (Spielerin wollte offensichtlich den Weg zum Ball nicht gehen)

Der Auswärtssieg geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung. Wenn man bedenkt, in welcher Situation sich DUWOs Frauenfußball aktuell befindet, muss man aber den Gastgeberin Respekt für die gezeigte Leistung zollen. Die 1. Frauen von DUWO wurde aufgelöst und ist aus der Regionalliga abgemeldet, die 2. Frauen ist nun die neue 1. Frauen. Gibt sicher bessere Voraussetzungen.

Bilder zum Spiel TSV DUWO 08 gegen FC St. Pauli 1. Frauen

Hier ein paar Fotos zum Spiel der 1. Frauen gegen DUWO.

Nun ging es mit über 30 Minuten Verspätung los zum Ground vom SC Condor. Es war inzwischen 13:18 Uhr, aber bei der Sechsten wurde auch später angepfiffen. Ich trat kräftig in die Pedalen. Mich konnten nur ein paar Ampeln zwischenzeitlich stoppen. Nach 32 Minuten war mein Fahrrad bereits wieder abgestellt und ich gesellte mich zu meiner Fanclub-Crew.

Das Spiel SC Condor 3 gegen FC St. Pauli 6. Herren

Ich kam so grob in der 30. Minute beim Stand von 1:0 für Condor an. Das Spiel machte bis dahin überwiegend Condor und die 6. Herren kam nicht richtig in das Spiel.

Spiel Panorama Condor 3 gegen FCSP 6

Die erste Szene die ich bewusst mitbekommen habe, war ein wüstes rumgrätschen und umrempeln von den Hausherren. Die Schiedsrichterin hatte aber nichts gepfiffen. Wir waren alle ein wenig irritiert über diese Einschätzung.

Kurz darauf ein schöner Angriff von Condor. Über die Flügel ging es ganz schnell und der Pass in die Mitte wurde zum 2:0 in das Tor geschoben. Der Torhüter der Sechsten war machtlos.

Im direkten Gegenzug gab es eine sehr gute Chance für St. Pauli, diese wurde aber nicht zu was zählbarem verwandelt. Ebenso eine gute Chance kurz vor dem Pausenpfiff. Die Boys in Brown wurden zum Ende der 1. Halbzeit etwas besser, aber vor dem Tor merkte man schon deutlich, dass heutige Fehlen von Stürmerstar Kai Steffen Simons.

Die 2. Halbzeit lief ähnlich wie die ersten 45. Minuten. Das Spiel ging hin und her, aber vor dem Tor waren die Boys in Brown nicht sehr gefährlich. Und wenn das Spiel dann eh schon scheiße läuft, gibt es halt auch mal kack Gegentore. Ein Schuss von Condor ging gegen den Pfosten und von dort an den Rücken des Torwarts. Natürlich rollte der Ball von da ins Tor und es stand 3:0 für das Heimteam.

Bis auf ein Abseitstor (war natürlich niemals Abseits, da bin ich mir total sicher #BraunWeißeBrille) wurde kaum ein Angriff zuende gespielt.

Sechste Herren steht im Abseits

Viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung brachten immer wieder gefährliche Konter durch Condor 3.

Das mit dem Abpfiff noch das 4:0 fiel, war letztendlich dann auch egal. Nun heißt es die Urlauber schnell wieder zu integrieren und am nächsten Sonntag Eimsbüttel 3 aus der Feldarena ballern.

Die erste Kurzanalyse vor Ort legte den Verdacht nahe, dass es hier nicht mit rechten Dingen zuging. Über dem Platz waren sehr dicht Hochspannungsleitungen.

Hochspannungsleitung über dem Fußballplatz

Das brachte sicher viele negative Schwingungen in das Spiel. Unsere Sechste war ohne entsprechende Schutzausrüstung (Aluhut) den Schwingungen komplett schutzlos ausgeliefert. Ich wittere da einen Verschwörung! 😀

Bilder zum Spiel SC Condor 3 gegen FC St. Pauli 6. Herren

Hier ein paar Szenen aus dem Spiel der 6. Herren gegen Condor 3.

Da wir nun noch frische Getränke hatten und die Sonne schien, entschieden wir nach dem Abschied von den Sechsten noch ein paar Minuten Derby zwischen Condor und Farmsen zu schauen.

Ein paar Minuten Derby – SC Condor gegen Farmsener TV

Alternative Überschrift wäre „Wie ich das Kotzen nur knapp unterdrücken konnte“. Nach dem Spiel unserer 6. Herren stand das Stadtteilderby auf dem Programm. Der Farmsener TV von der anderen Straßenseite war zu Gast beim SC Condor.

Leider hatte der FTV auch Fans mitgebracht, welche direkt mal die Messlatte auf der Arschlochskala sehr hoch ansetzten. Kurz vor Anpfiff des Derbys schmetterten die paar Typen übelst sexistische und homophobe Fangesänge raus und machten auf ultimative Supermacker mit den „größten Genitalien“.

Glücklicherweise blieben davon nur noch Schrumpfhoden über, nach dem der SC Condor nach weniger als 10 Minuten bereits 2:0 gegen Farmsen führte.

Aber auch untereinander war die Artikulationsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Ein Beispiel gefällig?

Du kippst dein Bier aus und willst jetzt meins trinken du Mongo? Verpiss dich!

Ja, da gehe ich mich doch lieber im Zoo mit Affen unterhalten. Nach ein paar Minuten gingen uns die Leute so auf den Senkel, das wir zur Vermeidung einer dritten Halbzeit (mit Braun-Weißer Beteiligung) lieber nach Hause gingen.

Wie ich den Fussball.de Ticker entnehmen konnte, ging das Spiel noch 3:3 aus und beinhaltete 3 Platzverweise in den letzten 5 Minuten. Eine Gelb-Rote für Condor sowie 2 glatt Rote für den FTV in der Nachspielzeit der 2. Halbzeit.

War wohl noch gut was los, während ich nach Hause rollte und dort das Sofa besetzte.

Bis zum nächsten mal!

Forza St. Pauli Allez!

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