Entdecke Hamburg: Schloss Ahrensburg

Schloss Ahrensburg Artikelbanner

In Hamburgs Nachbarstadt Ahrensburg gibt es das weiße Schloss Ahrensburg, welches auch für Hamburger bzw. Hamburg-Besucher interessant sein dürfte.

Das Schloss Ahrensburg ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Auto oder auch mit dem Fahrrad erreichbar.

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Anreise zum Schloss Ahrensburg

Anreise mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß

Das Schloss findet ihr mit dem Auto oder dem Fahrrad unter folgender Anschrift: Lübecker Str. 1, 22926 Ahrensburg

Anreise mit dem ÖPNV

Regionalbahn: Ahrensburg oder Ahrensburg-Gartenholz

Das Schloss Ahrensburg ist gut mit Bahn und Bus ab Hamburg oder Bad Oldesloe erreichbar. Ihr fahrt zum Regionalbahnhof Ahrensburg oder Ahrensburg-Gartenholz. Dann geht es mit der Buslinie 569 bis „Ahrensburg, Schloss“ weiter. Alternativ geht man von den Bahnhöfen je ca. 20-30 Minuten zu Fuß zum Schloss.

U-Bahn: Ahrensburg-Ost oder Ahrensburg-West

Wenn Sie mit der U-Bahn ankommen und Ahrensburg Ost aussteigen, gibt es einen netten Wanderweg an einem Bach, der bis zum Schloss führt (ca. 45 Minuten Fußweg).

Wenn Sie Ahrensburg West aussteigen, gibt es auch von hier die Möglichkeit einen schönen Weg zur U Ahrensburg-Ost zu wandern und dann bis zum Schloss wie oben genannt zu wandern (ca. 90 Minuten Fußweg gesamt).

Hier die Route von der U-Bahn Ahrensburg-West bis zum Schloss inkl. dem Abschnitt von U-Bahnhof Ahrensburg-Ost zum Schloss Ahrensburg. Die Wanderung lohnt sich meiner Meinung!

Ihr seht, man kommt bequem zum Schloss Ahrensburg. Für jeden Mobilitätswunsch sollte es eine geeignete Möglichkeit geben.

Öffnungszeiten und Preise des Schloss Ahrensburg

Der Zutritt zum Schlosspark in den Öffnungszeiten ist kostenlos möglich. Nur wer das Schloss von innen besichtigen möchte, muss Eintritt bezahlen.

Website für alle aktuellen Infos und Preise:
https://www.schloss-ahrensburg.de/

Einlasszeiten Schlosspark

Stand Juni 2017

Impressionen vom Schloss Ahrensburg inkl. Schlosspark

Hier ein paar Bilder vom Schloss Ahrensburg sowie vom Schlosspark.

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Geschichte des Schloss Ahrensburg

Das Schloss Ahrensburg bis zum 19. Jahrhundert

Peter Rantzau hat die Ländereien rund um das heutige Schloss Ahrensburg im Jahr 1569 übernommen. Hier ließ er sich 1585 ein Herrenhaus (das heutige Schloss) errichten. Als Baumaterial kamen dafür Teile der Ruine der Burg Arnesvelde zum Einsatz.

Peter Rantzau wollte das Gut als Alterssitz nutzen und nach seinem Ableben als dauerhaften Stammsitz für seine Familie hinterlassen. Das Gut blieb bis zum 18. Jahrhundert im weitverzweigten Familienbesitz der Rantzaus.

In der starken wirtschaftlichen Anfangsphase des Gutes hatte Peter Rantzau Gottesbuden für die alten und schwachen Gutsarbeiter an der heutigen Schlosskirche erbauen lassen.

Im 18. Jahrhundert gab es immer mehr Konflikte zwischen dem Gutsherren und den Gutsangestellten, welche seiner Zeit den Status des Leibeigenen hatten. Die Forderung nach besseren Lebensbedingungen gipfelte in einem langwierigen Aufstand.

Nach einem kurzen wirtschaftlichen Aufschwung starb der damalige Gutsbesitzer Detlev Rantzau im Jahr 1746 und der hoch verschuldete Gutsbetrieb wurde zum Verkauf angeboten.

1759 kaufte der erfolgreiche Kaufmann Heinrich Carl von Schimmelmann das Ahrensburger Gut. Schimmelmann, der sehr gut mit Geld umgehen konnte und zu einem der reichsten Menschen seiner Zeit wurde, ist vom dänischen Königshaus zum Schatzmeister ernannt worden. Das Gut in Ahrensburg nutzte er nur als nahe an Hamburg und Altona gelegenen Landsitz. Er ließ das Herrenhaus zu einem spätbarocken Landschlösschen umbauen und nutzte das Schloss anschließend als Sommerresidenz. Das Herrenhaus wurde zu einem gesellschaftlichen Zentrum der Gutskultur, in dem auch der dänische König Christian VII mehrfach zu Besuch war. Nach dem Tod von Heinrich Carl von Schimmelmann ging das Ahrensburger Gut an seinen Sohn Friedrich Joseph Schimmelmann.

Das Schloss Ahrensburg ab dem 19. Jahrhundert

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts geriet das Ahrensburger Gut immer weiter in eine wirtschaftliche Krise. Erst Ernst Schimmelmann konnte Mitte des Jahrhunderts den Absturz stoppen und hat neue Nebengebäude zum Herrenhaus bauen lassen. Der Gutsbetrieb wurde mithilfe einer erfolgreichen Pferdezucht bis ins nächste Jahrhundert weitergeführt.

Der Erste Weltkrieg stürzte das Ahrensburger Gut wieder in eine große Wirtschaftskrise, welche in einer erneuten Überschuldung endete. Der Gutsbetrieb musste verkauft werden.

Die Ländereien wurden nun zerschlagen und an verschiedene Käufer verkauft. Nur das Herrenhaus fand vorerst keinen Abnehmer und stand ab 1932 leer. Eine Bürgerinitiative aus Ahrensburg brachte die örtliche Sparkasse dazu, das Schloss zu kaufen, nach dem diese bereits ein paar Jahre zuvor Teile des Inventars ersteigert hatte. 1935 wurde dann das erste Museum eingerichtet.

1938 wurde dann ein Schlossverein gegründet, welcher für den Erhalt des Herrenhauses zuständig war. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum geschlossen und das Inventar ausgelagert. Das ganze Schloss wurde unter Tarnnetzen versteckt und ist dadurch nahezu unbeschädigt geblieben. Zeitweise wurde das Schloss als Lazarett und als Sitz der Deutschen Seewarte genutzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das Schloss für eine kurze Zeit Kommandostelle der britischen Armee. Nach der Räumung durch die Briten war das Schloss eine Flüchtlingsunterkunft für mehr als 400 Menschen. Von 1947 bis ins Jahr 1954 wurde das Gebäude dann als Berufsschule genutzt.

1955 konnte der Schlossverein wieder ein Museum im Schloss Ahrensburg eröffnen. Anschließend wurde die gesamte Schlossanlage Stück für Stück saniert. Seit 2003 ist das Schloss in eine Stiftung des Bundeslandes Schleswig-Holstein, dem Kreis Stormarn, der Stadt Ahrensburg sowie der Sparkasse Stormarn eingebracht worden.

Heute hat das Schloss Ahrensburg jährlich mehr als 30.000 Besucher, welche den Erhalt der Schlossanlagen mitfinanzieren. Das Schloss kann auch für Veranstaltungen und Feierlichkeiten wie z. B. Hochzeiten gebucht werden.

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Gebäude rund um das Schloss Ahrensburg

Rund um das Schloss gibt es heute noch einige Gebäude, welche man zumindest von außen besichtigen kann. Diese gehörten früher einmal alle zu den Ländereien des Schloss Ahrensburg.

Die Schlosskirche und die Gottesbuden

Ahrensburgs Schlosskirche ist in Sichtweite zum Schloss Ahrensburg. Direkt an der Kirche befinden sich die Gottesbuden.

Die Kirche wurde zwischen 1594 und 1996 durch Peter Rantzau errichtet. Den Namen „Schlosskirche“ trägt die Kirche allerdings erst seit dem 19. Jahrhundert.

Gottesbuden dienten früher bedürftigen Mitarbeitern des Gutsbetriebs, sowie alten und kranken Menschen, als preiswerte Unterkunft. Auch heute erfolgt die Vermietung durch die Kirchengemeinde zu einem symbolischen Entgelt an bedürftige Menschen.

Schlosskirche in Ahrensburg Schrägansicht

Ahrensburger Schlosskirche in der Schrägansicht

Schlosskirche in Ahrensburg Frontansicht

Die Schlosskirche als Frontansicht

Gottesbuden an Schlosskirche in Ahrensburg

Gottesbuden in Ahrensburg

Gottesbuden Gehweg an Schlosskirche in Ahrensburg

Weg vor den Gottesbuden

Die Wassermühle am Schlossteich

Der östliche Graben der Schlossinsel, der den länglichen Schlossteich bildet, diente früher als Staubecken für den Betrieb der Wassermühle. Diese war früher ein Teil des Gutsbetriebs.

Wassermühle Ahrensburg am Schloss aus der Ferne

Wassermühle von der Schlossbrücke

Wassermühle Ahrensburg am Schloss

Wassermühle aus der Nähe

Der Marstall

Marstall ist die Bezeichnung für einen Pferdestall eines Fürsten. Der Marstall Ahrensburg wurde 1846 erbaut und diente zur Pferdezucht in der Zeit von Ernst Schimmelmann. Heute ist dort das Kulturzentrum der Stadt Ahrensburg untergebracht.

Marstall Ahrensburg Frontansicht

Marstall von vorne

Marstall Ahrensburg Schrägansicht

Schrägansicht Marstall Ahrensburg

Ich wünsche euch viel Spaß beim Besuch des Schloss Ahrensburg. Genießt einen schönen Tag!

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