Umstieg von Windows-PC auf Android-Tablet – Teil 5 Foto- und Videobearbeitung

Samsung Tablet-PC mit Bluetooth-Tastatur

Nun kommt der fünfte und vorletzte Beitrag der Reihe Umstieg von Windows-PC auf Android-Tablet.

Heute behandel ich neben der Videobearbeitung auch jenes Thema, welches mir am meisten Kopfzerbrechen während der Planung und des Umstiegs bereitet hat, der Fotobearbeitung und Fotoverwaltung unter Android.

Fotos bearbeiten und archivieren

Für mich persönlich ist Fotobearbeitung die mit Anstand größte Baustelle in diesem Projekt. Insbesondere, weil mein Datenbestand (~ 150 GB) größer ist, als die maximal mögliche MicroSD-Kapazität bei meinem Tablet. Bisher habe ich meine Fotos immer in Adobe Lightroom verwaltet und bearbeitet. Ist schon luxus, aber eigentlich nutze ich auch hier am PC viel zu wenig Funktionen. Ein vernünftiger Bildviewer für Android und eine Fotoeditor-App mit erweiterten Standardfunktionen sollte mir ausreichen.

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Also habe ich meine Fotos, die alle glücklicherweise in einer brauchbaren Ordnerstruktur auf dem PC lagen, auf einen USB Stick mit 256 GB Speicher kopiert. Diesen kann ich nun mit einem USB-OTG-Adapter direkt am Tablet anschließen. Somit kann ich meine Bilderordner schon mal direkt in der von mir verwendeten Galerie-App anschauen. Ich nutze die QuickPic Galerie, da u. a. hier auch eine eingebaute Cloudsicherung mit drin ist. Funktioniert bei mir mit OneDrive einwandfrei.

Ich habe nun noch ca. 80 GB Platz auf dem Lexar JumpDrive S57 256GB USB-Stick frei. Ich denke, bis 512 GB oder 1 TB USB-Sticks preislich attraktiv sind, sollte der aktuelle Stick erst einmal ausreichen. Alternativen mit externen Festplatten sind auch denkbar, allerdings stört mich hier, dass man immer eine zusätzliche Stromversorgung benötigt. Es gibt auch WLAN Festplatten mit eingebauten Akku, allerdings brauchen die immer einen eigenen Viewer für die Medien. Eine normale Verwaltung der Dateien im Dateibrowser ist scheinbar leider nicht möglich.

Ich knipse Fotos mit meine Samsung S5, vielleicht auch mal mit dem Tablet selber und einer Panasonic Lumix DMC-TZ61. Die Fotos der beiden Android Geräte werden bei mir automatisch in die Onedrive-Cloud gesichert. Von dort kann ich mir die Bilder bei Bedarf in meine Fotoordner auf dem USB-Stick einsortieren.

Die Panasonic Lumix DMC-TZ61 kann ich mit der Panasonic Image App per WLAN mit dem Android-Tablet verbinden und die Fotos drahtlos übertragen. Ich packe die Bilder dann immer erst einmal in einen Sammelordner auf die MicroSD-Card im Tablet. Von dort sortiere ich die Fotos dann in die Ordner auf dem USB Stick oder sortiere die Bilder halt direkt aus. Dieser Ablauf funktioniert übrigens ganz entspannt auf dem Sofa. Das war mein Ziel, da ich beruflich eh schon den ganzen Tag vorm PC hocke, will ich das halt in meiner Freizeit möglichst nicht mehr.

Sofern die Kamera nicht per WLAN mit einem Tablet verbunden werden kann, gibt es noch die Möglichkeit einen OTG-Cardreader einzusetzen. Dann kann man die SD-Card direkt am Tablet auslesen ohne weitere Apps.

Soweit läuft die Verwaltung ganz flüssig und ist für mich praktikabel. Für die Bearbeitung von Fotos nutze ich die App Foto Editor und Photo-Collage Editor. Es gibt aber noch unfassbar viele gute Apps für die Bearbeitung von Fotos unter Android. Selbst eine mobile Version von Photoshop und Lightroom ist verfügbar. Ich setze diese derzeit allerdings nicht ein.

Auch wenn Lightroom unter Windows als All-in-One Lösung natürlich die perfekte Lösung für die Fotoverwaltung und Bearbeitung ist, finde ich meine gefundene Lösung am Tablet trotzdem sehr angenehm, da ich endlich nicht mehr vor den PC an den Schreibtisch gezwungen werde. Selbst Notebooks bieten mir nicht die Freiheiten eines Tablets, so dass ich hier für mich eine sehr gute Lösung gefunden habe.

Videobearbeitungen

Für das verarbeiten von Videos nutze ich die App PowerDirector Videobearbeitung. Diese kostet zwar ohne Werbung rund 7 Euro. Mir gefällt die App aber von der Bedienung am besten.

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Ich mache öfter mal Videos beim Fußball, schneide dann die Länge und setze ein Wasserzeichen auf das Video. Diese Funktionalität bietet mir die App super einfach. Darüber hinaus gibt es viele weitere Effekte. Im Anschluss kann ich dann das Video per Klick zu YouTube hochladen. Für mich ist die Lösung rundum zufriedenstellend.

Morgen folgt abschließend noch zum gesamten Projekt Umstieg vom Windows-PC auf ein Android-Tablet mein Abschlussfazit.

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