KonBon vor Kölner Dom

Lukas Podolski Dönertour nach Köln

Ich habe eine Regionalbahn-Tour nach Köln gemacht, um einen Döner bei Lukas Podolskis Dönerbude zu essen. Klingt auf den ersten Blick dumm, aber manchmal muss man halt auch Schnapsideen umsetzen.

Warum diese Tour nach Köln?

Seit ein paar Wochen kicken die Winterdepressionen ordentlich rein und das lähmt mich jedes Jahr wieder. Nun versuche ich das Muster einfach mal zu durchbrechen und etwas Wildes zu unternehmen. Auch wenn es tendenziell schwachsinnig ist. Da ich Döner liebe und Lukas Podolski immer gerne kicken sah, plante ich einen Tagesausflug nach Köln, wo Poldi Dönerläden betreibt. Im Anschluss habe ich noch ein wenig Sightseeing und den Besuch des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln eingeplant.

Hinfahrt von Hamburg nach Köln

Morgens um 4:30 Uhr klingelte der Wecker und gerade mal 35 Minuten später saß ich schon in Bus und Bahn Richtung Hamburg Hauptbahnhof. Der Bahnhof ist am Wochenende kurz vor 6 wirklich kein Genuss, aber der Metronom nach Bremen fuhr pünktlich ab und so begann die Schienen-Safari und es gab kein Zurück mehr ins Bett!  

Eine Folge Boston Legal und einen Powernap später bin ich dann mit ein paar Minuten Verspätung in Bremen angekommen. In Bremen hatte ich dann 35 Minuten Umsteigezeit und scheinbar ist im Bahnhof eine Schlagerparty am Start gewesen. Genau mein Ding, morgens um 7:30 Uhr. Immerhin blieb genug Zeit für ein kleines Frühstück in der Hansestadt, bevor es dann pünktlich mit der RE9 nach Osnabrück ging. 

Osnabrück ist dann auch der erste und einzige Bahnhof auf der Reise, den ich noch nicht durch meine ganzen Fußballreisen kannte. Also kurz einen Blick rechts und links riskiert und weiter ging es auf der Reise. Eine Stadt, die mir Glück beim Verlassen des Bahnhofs wünscht, wirkt nicht vertrauenerweckend. 

Die DB-App drohte mit hoher Auslastung in der RE2 nach Duisburg, so war es bis Gelsenkirchen dann auch. Viele jetzt schon sehr traurig wirkende Schalke-Fans schienen auf dem Weg zu einer Beerdigung zu sein. So eine traurige Fußballgruppe habe ich noch nie gesehen. 

Der Zug hatte nun auch etwas Verspätung und die DB-App stellte die Vermutung auf, dass die 8 Minuten Übergang in Duisburg nicht reichen würden. Ich sondierte jetzt verschiedene Möglichkeiten und entschied mich für die Weiterfahrt nach Düsseldorf in diesem Zug. Von dort ging es dann mit der RE6 weiter nach Köln.  

Ein paar Stunden in Köln

Mit easy verschmerzbaren 26 Minuten Verspätung kam ich dann an meinem Zielbahnhof an und begann sofort mit dem Spaziergang Richtung Dönerladen. Auf dem Weg dorthin gab es jede Menge zu sehen.

Sightseeing Teil 1 – Am Rhein entlang

Die erste Sightseeing-Etappe ging vom Kölner Hauptbahnhof am Rhein bis zum Friedenspark und von dort zum Chlodwigplatz für die Mittagspause.

Nach dem Verlassen des Bahnhofs bin ich direkt in eine Demonstration gelaufen. Aber keine Sorge, die passte zu meiner Einstellung und daher bin ich da sicher durchgekommen. Schon aus dem Bahnhof sieht man den Kölner Dom, einem UNESCO-Welterbe. Aus dem wurde ich schon mal herausgeworfen, daher habe ich dem wenig Aufmerksamkeit gespendet und bin nach einem kurzen Blick direkt weiter an das Rheinufer gegangen.

Dort habe ich dann die erste Gedenkstätte gefunden. Mehr dazu unter Gedenkstätten in Köln.

Anschließend ging es die Hafenpromenade entlang. Diese wurde durch Baustellen und Straßenlärm dominiert. Aber hier und da gab es auch was für das Auge. Nachfolgend könnt ihr euch ein paar Bilder des Spaziergangs an der Rheinpromenade anschauen.

Vom Rhein ging es in den Friedenspark mit einem Fort, bevor es mich dann durch einen Schanze-ähnlichen Stadtteil mit vielen Lokalen und engen Straßen führte. Auch zu diesem Abschnitt habe ich ein paar Bilder für euch vorbereitet.

Etwa 1,5 Stunden nach meiner Ankunft in Köln war dann endlich Mittagspause.

Mittag bei MANGAL X LUKAS PODOLSKI 10

Um vorneweg Missverständnisse zu vermeiden, das ist keine Werbung oder Kooperation und ich habe den Döner auch selber bezahlt. Dennoch folgt hier jetzt meine Meinung zu dem Döner, da er in meiner Schnapsidee das zentrale Ziel war. Der Rest der Tour ist halt nur umfangreiches Beiwerk.

Ich habe mich für die Filiale mit der besten Bewertung bei Google entschieden. Diese ist am Chlodwigplatz in Köln. Hier gibt es zwar keine Sitzplätze vor Ort, aber da sonniges Wetter war, habe ich mich mit Blick auf die Severinstorburg auf eine Sitzbank gepflanzt.

Der Döner war wirklich lecker. Richtig gutes Brot, frischer Salat, leckere Soße und extrem gutes und nicht so klein geschnittenes Fleisch. Ihr kennt es vielleicht, dass das letzte Stück Brot mit Fett durchgesuppt ist bei den meisten Dönern. Das war hier überhaupt nicht der Fall. Das spricht für sehr gute Fleischqualität. Für meinen Geschmack ist der Döner eine glatte 1-. Nur die Knoblauchsoße könnte noch etwas geiler sein für meinen Geschmack, ansonsten gibt es nichts zu meckern. Der Döner hat auch sehr lange satt gemacht. Für mich der drittbeste Döner, den ich je gegessen habe. Die anderen beiden Läden aus Ahrensburg gibt es leider nicht mehr, daher ist MANGAL X LUKAS PODOLSKI 10 aktuell der beste Döner den ich kenne.

Wenn ihr noch geschmackvollere Dönerläden kennt, schreibt es gerne in die Kommentare. Vielleicht mache ich dann ja irgendwann eine weitere Döner-Sightseeing-Tour. Ich habe nach der Tour übrigens erfahren, dass dieser Döner auf Platz 6 der besten Döner Deutschlands ist.

Sightseeing Teil 2 – Stadtbummel

Frisch gestärkt ging es vom Chlodwigplatz durch das Severins-Viertel, die Altstadt-Süd und das Neumarkt-Viertel zurück zum Hauptbahnhof.

Hier gab es einige alte Bauten und Kirchen zu entdecken. Schon krass, was sich da teilweise zwischen den 0815-Gebäuden für Perlen befinden. Aber schaut es euch einfach auf den folgenden Fotos an.

Dann habe ich die Maus getroffen. Nach einem kurzen Foto ging es dann ein paar Querstraßen später in das NS-Dokumentationszentrum Köln. Mehr dazu findet ihr unter „Gedenkstätten in Köln„.

Nach dem Gedenkstättenbesuch folgte noch das Deserteurdenkmal und dann ging es mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof.

Gedenkstätten in Köln

Ich habe mir 3 Orte des Gedenkens in Köln angeschaut und dazu im Rahmen der „KonBon erinnert“ Reihe eigene Blogeinträge verfasst. Diese könnt ihr hier nachlesen:

Mahnmal für die schwulen und lesbischen NS-Opfer

Hier erfahrt ihr mehr über die Geschichte des Mahnmals für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus.

NS-Dokumentationszentrum Köln

In diesem Blogeintrag erzähle ich euch, warum sich ein Besuch des NS-Dokumentationszentrums in Köln lohnt.

Deserteurdenkmal in Köln

Den Hintergrund zu dem Deserteurdenkmal in Köln erzähle ich euch in dem dazugehörigen Blogeintrag.

Rückfahrt von Köln nach Hamburg

Nach 5 Stunden in Köln habe ich meine Tagesordnung für den Tag abgeschlossen und es ging in der ersten Etappe mit der RE5 nach Duisburg. 

Alle Übergänge auf dem Rückweg sind super knapp und wenn alles gut läuft, wäre ich in weniger als 6 Stunden in Harburg. Der Umstieg in Duisburg hat problemlos geklappt. Das lag nicht unwesentlich an lächerlich viel Panzer-Bullen für ein paar Essener Fußballfans, die den ganzen Verkehr aufgehalten haben. Aber so kenne ich das mit St. Pauli in Duisburg auch. Albern viele Schildkröten für Null Komma Null Stress. 

Die Osnabrücker Bahn hatte nun also etwas über 10 Minuten Verspätung bei 10 Minuten Umsteigezeit in Osnabrück. Es war also ein purer Nervenkitzel, ob der nächste Übergang Richtung Bremen dann auch klappt. 2 Folgen Boston Legal und 3 YouTube-Videos später war ich schlauer. Nein. 

Also hieß es etwa 50 Minuten in einer Stadt zu warten, die mir viel Glück wünscht, wenn ich diese betreten will. Aber da hilft kein Schimpfen auf die Bahn, die ist an dem Elend dieses Mal nicht schuld. Ich holte mir ein kleines Abendessen und wartete am Gleis auf die Bahn bei wunderschöner Aussicht. Die Bahn nach Bremen kam dann am Ziel auch pünktlich genug an, sodass ich meinen Metronom nach Hamburg bekommen habe.

Fazit zu dieser wilden Tagestour

Es war eine witzige und anstrengende Tagestour nach Köln. Insgesamt hat die ganze Schienen-Safari gut funktioniert, wodurch die Bahn-Reise nicht nervig war. Mein Spaziergang in Köln hat mit 20.000 Schritten auch genug Sport für den Tag gebracht und der Döner war hervorragend. Für den Kopf gab es mit den Gedenkstätten auch noch etwas zu tun. Es war ein rundum gelungener Tag, welcher den Winterdepressionen keine Chance gelassen hat. Nach fast 23 Stunden bin ich völlig übermüdet ins Bett gefallen. Die Frage, ob ich sowas wieder machen werde, kann ich klar mit Ja beantworten.

Was war euer verrücktester Tagesausflug? Ich freue mich auf eure Geschichte in den Kommentaren! Vielleicht habt ihr ja auch weitere Ideen, welche Tour ich ab Hamburg machen soll. Schreibt mir auch gerne eure Vorschläge.

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