Mahnmal für die jüdischen Opfer der Deportation aus dem Steubenweg 36

Mahnmal für die jüdischen Opfer der Deportation aus dem Steubenweg 36

Ich war neulich in der Wittenbergener Heide wandern und habe auf dem Rückweg das Mahnmal für die jüdischen Opfer der Deportation aus dem Steubenweg 36 entdeckt. Hier bekommt ihr ein paar Infos zu dieser Gedenkstätte. 

Dieses Mahnmal findet ihr im Grotiusweg Ecke Falkenstein in Hamburg Blankenese. Ihr könnt diesen Ort gut besuchen, wenn ihr gerade in der Nähe seid um in der Natur wandern zu gehen, dafür gibt es hier nämlich mehr als genug Möglichkeiten, nicht nur die Wittenbergener Heide. 

Die Geschichte zu dem „Mahnmal für die jüdischen Opfer der Deportation aus dem Steubenweg 36“ 

Das Mahnmal wurde 2013 eröffnet und erinnert an die deportierten jüdischen Menschen aus dem damaligen Steubenweg 36, heute Grotiusweg. Hier stand früher die von den Nazis als „Judenhaus“ bezeichnete Villa. 

In der Villa, welche 1930 durch Emmy Lokay gekauft wurde, haben sich meist junge jüdische Menschen auf ihre Auswanderung nach Palästina vorbereitet. Auch als Tageskolonie für jüdische Ferienkinder wurde diese Villa genutzt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Juden hier zwangsweise einquartiert bis zu dem Tag ihrer Deportation. 

Volker Lang ist ein Hamburger Künstler und hat das Mahnmal gestaltet. Es handelt sich um ein sechseckigen Holzpavillon mit offen Dach. Die Bohlen sind aus Lärchenholz und es sind 17 Menschen in diesen verewigt, die vom Hannoverschen Bahnhof in die Konzentrationslager deportiert wurden, wo sie dann durch die Nazis umgebracht wurden.

In einer Bohle steht die Zeile aus einem Gedicht von Paul Celans, diese lautet: 

„Himmel, herzgrau, muss nah sein“ 

Mit diesem Zitat wird die Atmosphäre in diesem Mahnmal beschrieben. Das Gefühl unter offenen Himmel und hinter Stäben gefangen zu sein, ohne die Möglichkeit in die Umgebung zu fliehen. 

Der „Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese“ richtet zu den Jahrestagen der Deportation Gedenkgottesdienste aus und hat auch mehrfach die „Kinder von Blankenese“, Menschen welche den Holocaust überlebten, eingeladen. Mehr Informationen zu dem Verein findet ihr unter https://www.viermalleben.de/

Schaut euch das Mahnmal gerne einmal an und geht dann entspannt eine Runde spazieren in den Parks und Wäldern in der Gegend. 


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