Heinrich Heine Denkmal

Heinrich Heine Denkmal am Hamburger Rathaus

Das Heinrich Heine Denkmal findet ihr auf dem Vorplatz des Hamburger Rathauses. Das Denkmal erinnert an den Dichter Heinrich Heine.

Hintergrund zum Heinrich Heine Denkmal

Heinrich Heine war ein deutscher Dichter jüdischer Herkunft. Er wurde von Nationalisten aufgrund seiner Werke angefeindet. Die Nazis haben seine Gedichte als entartet jüdische Kunst eingestuft. Aus diesem Grund verbrannten die Nationalsozialisten seine Bücher. Ebenso wurden Heine-Denkmäler zerstört. Nur eines wurde gerettet und nach Toulon in Frankreich gebracht. Dort steht es bis heute.

Das Erinnerungsmal am Rathaus Hamburg wurde im Mai 1982 eingeweiht. Die lebensgroße Bronzeplastik steht auf einem Granitsockel. Es wird ein nachdenklicher Heine gezeigt. Die beiden Texttafeln erinnern an die Bücherverbrennungen sowie die Zerstörung von Heine-Denkmälern.

Das Leben von Heinrich Heine in Kurzfassung

Der deutsche Dichter wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf geboren und ist am 17. Februar 1856 in Paris gestorben. Er wuchs in einer jüdischen Familie auf. Seine Eltern waren vermögende Kaufleute und konnten Heine Zugang zu guter Bildung ermöglichen. Heinrich Heine studierte in Bonn und Berlin Jura und entdeckte in dieser Zeit die Literatur für sich. Er schrieb Gedichte, die später in „Buch der Lieder“ veröffentlicht wurden. Der Dichter entwickelte sich schnell zu einem bedeutsamen Vertreter der Romantik.

Heines Werke waren aber auch politisch und kritisch. Er prangerte oft die sozialen und politischen Verhältnisse seiner Zeit an. Ihm waren Freiheit und Gleichheit wichtig und er stellte sich gegen die Unterdrückung der Pressefreiheit. Den Antisemitismus seiner Zeit kritisierte Heine aufs äußerste, auch wenn er sich im Laufe seines Lebens vom jüdischen Glauben abgewandt hatte.

Seine Bücher wurden in der Zeit des NS-Regimes verboten und öffentlich verbrannt. Doch seine Werke überdauerten die Epoche der Zensur und zählen bis heute zu den wichtigsten literarischen Werken.

Ein Zitat finde ich besonders erwähnenswert: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“. Die Zeit des Nationalsozialismus hat das ja leider deutlich bestätigt. Heinrich Heine hatte also eine sehr genaue Einschätzung abgegeben, wo Zensur und Unterdrückung hinführen. Darüber sollte man in der heutigen Zeit nochmal intensiv nachdenken.

Heute gilt Heinrich Heine als einer der bedeutendsten Dichter Deutschlands.

Lasst uns in Zukunft gegen Zensur und Diskriminierung angehen, damit wir eine Zeit wie im Zweiten Weltkrieg nicht wieder erleben müssen.

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