Hamburg gegen die AfD

„Hamburg gegen die AfD“ Demo macht Hoffnung

Am 28.01.2024 stand die von Fridays for Future organisierte „Hamburg gegen die AfD“ Demo an. Hier erzähle ich euch, wie ich die Großdemo in der Hamburger Innenstadt erlebt habe.

Als ich vormittags in die Bahn stieg, war diese bereits sehr gut gefüllt für einen Sonntagvormittag. Die Menschen machten sich schon viele Stunden vor Demobeginn auf den Weg. Für mich ging es vorab allerdings noch in das Uni-Viertel, um ein paar Gedenkstätten für KonBon erinnert zu besuchen. Mehr dazu folgt aber erst im Laufe des Jahres.

Hamburg steht auf

Nach knapp 2 Stunden Gedenkstättentour ging ich vom Grindelhof rüber zum Demo-Startort, der Ludwig-Erhard-Straße am Michel. Vom Heiligengeistfeld wanderten riesige Menschenmengen Richtung Startplatz. Es war ein wenig so, als wäre gerade Abpfiff am Millerntor gewesen. Ich ging von ganz hinten (U-Bahn St. Pauli) bis nach ganz vorn (U-Bahn Rödingsmarkt) und die Straße sowie alle Nebenstraßen waren richtig voll mit Menschen. So etwas habe ich bei meinen besuchten Demonstrationen bisher nicht erlebt. Nicht einmal bei G20 in Hamburg. Das Schöne daran, in vielen anderen Orten in Deutschland sieht es nicht viel anders aus, sodass in Deutschland dieses Wochenende sicher wieder mehrere Millionen Menschen für Demokratie und gegen rechte Hetze auf die Straße gegangen sind.

Dass ein geleaktes Geheimtreffen von Nazis reicht, um so viele Menschen gegen die AfD auf die Straße zu bringen, ist wundervoll. Danke an CORRECTIV für das Aufdecken. Auch wenn meiner Meinung nichts geleakt wurde, was die AfD nicht ohnehin schon dauerhaft auf andere Art formuliert predigte. Hoffen wir, dass die Proteste auch die schweigende Mitte endlich aufweckt.

Hamburg steht zusammen für Vielfalt und Demokratie

Da ich mich ja bis vorn zu der Bühne durchgeschlagen habe, konnte ich mir nahezu die ganze Demo anschauen. Sie war bunt und fröhlich – Einzelpersonen, Freunde, Familien mit und ohne Kleinkinder, Hunde, St. Paulianer und HSVer waren neben großen Gruppen auf der Demo anzutreffen. Es erfüllte mich mit Glückseligkeit, diese Masse an Menschen zu sehen und macht ein wenig Hoffnung für die Zukunft. Ich habe euch mal ein Foto vom Bahnhof Rödingsmarkt gemacht. Die Menschen, die ihr auf dem Foto seht, waren maximal ein Drittel aller Demoteilnehmer.

Nach ein paar Redebeiträgen ging es dann mit allen Menschen Richtung Rathausmarkt und von dort dann weiter zum Jungfernstieg. Wir sind recht weit vorn mitgelaufen und mussten feststellen, dass am Jungfernstieg sehr viele Menschen gewartet haben. Der ohnehin schon riesige Demozug bekam nun also noch Zuwachs.

Es ging hurtig weiter. Die Menschenmassen zogen sich jetzt immer weiter auseinander. Es ging über den Gänsemarkt, wo ich dann auch mein Demo-Plakat des Tages entdeckte.

Jetzt ging es weiter Richtung Startpunkt der Demo in der Ludwig-Erhard-Straße. Das Ende der Demo war wohl gerade erst losgegangen. Man kann also sagen, wir haben die Innenstadt komplett umzingelt mit der Demonstration. Das ist mal eine neue Art des Hamburger Kessels.

Ganz Hamburg hasst die AfD

Geschätzt waren 100.000 Menschen auf den Straßen unterwegs. Auf jeden Fall erheblich mehr als bei der Demo am letzten Freitag am Jungfernstieg. Die Proteste waren bunt und vielfältig, aber überwiegend nicht sonderlich laut. Das ist bei dieser Masse an Menschen auch schwer zu koordinieren. Aber es wird natürlich weitere Demos gegen die blauen Nazis geben, sodass wir das Potenzial mit Sicherheit noch abrufen werden.

Haltet Augen und Ohren offen, die nächste Demo in Hamburg oder deiner Stadt wird sicher kommen. Sei dabei, denn für Schweigen ist jetzt keine Zeit mehr! Gegen die AfD, für mehr Vielfalt und Toleranz! Jede Stimme zählt!

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