Es gibt weitere Orte, an dem Hamburg an NS-Opfer erinnert. Hier geht es nun um das „Mahnmal Weiße Rose“ in Volksdorf.

Das Mahnmal findet ihr in der Fußgängerzone von Volksdorf in der Straße Weiße Rose auf dem Weiße-Rose-Platz.

Der Hintergrund zum „Mahnmal Weiße Rose“

Am Ende des Jahres 1942 gab es eine Verbindung von Hamburger und Münchener Widerstandsgruppen. Die Münchner Gruppe, zu der unter anderem Christoph Probst, Alexander Schmorell sowie Hans und Sophie Scholl gehörten, trug den Namen „Die Weiße Rose“. Die Gruppe verteilte Flugblätter in denen sie die Verbrechen der Nazis anprangerten und zu passiven Widerstand gegen den Krieg aufriefen.

Der Hamburger Ableger der „Weißen Rose“ bestand aus 2 Gruppen. Eine bestand aus ehemaligen Lichtwark-Schülern, die Zweite war um die Familie Leipelt in Wilhelmsburg tätig. Die Verbindung der beiden Hamburger Gruppen fand in der Buchhandlung Reinhold Meyer am Jungfernstieg 50 statt. 1943 konnte die Gestapo dank Spitzeln die Widerstandsgruppe aufdecken. Hans Leipelt wurde 2 Jahre später hingerichtet, weitere Anhänger vom Hamburger Zweig der Weißen Rose kamen im Gefängnis oder im KZ Neugamme ums Leben.

Volksdorf erinnert an die „Weiße Rose“

Im Jahr 1977 wurde in Volksdorf beschlossen, an den studentischen Widerstand zu erinnern. In diesem Zuge benannte man die Fußgängerzone nach der Weißen Rose. Zusätzlich wurde das Mahnmal Weiße Rose erbaut.

Die Umbenennung der Straße brachte damals Protest von den Anwohnern und den Geschäftsinhabern mit sich. Als 2006 aufgrund von Bauarbeiten das Mahnmal vorübergehend entfernt wurde, gab es erneut Proteste. Dieses mal allerdings für eine schnelle Wiederaufstellung. Ein Jahr später stand das Mahnmal an seinem Platz in der Fußgängerzone.


Konrad

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