Für mich steht der Verlierer dieser Saison nun endgültig fest. Es sind nicht der ASV oder Hannover 96, sondern der Mittelstürmer Sandro Wagner vom SV Darmstadt 98.

Er hätte der große Gewinner werden können mit bisher 13 Saisontoren und 3 Vorlagen. Dazu womöglich sogar noch die Klasse halten mit Darmstadt, einem absoluten Außerseitertipp auf den Klassenerhalt.

Aber leider gehört Herr Wagner scheinbar zu den Fußballern, die abseits des Fußballplatzes mehr reden als denken! Herr Wagner hat sich in einem B***-Interview zu Spielergehältern und Frauenfußball geäußert. Hätte er es mal lieber gelassen!

In diesem Interview erklärt er, dass Fußballprofis, u. a. auch die von FC Bayern München, zu wenig Geld verdienen, gemessen an dem, was diese alles für den Fußball aufgeben müssen.

Eine sehr gewagte These wie ich finde. Wer sein Hobby zum Beruf machen kann, hat mehr Glück im Leben als die meisten Arbeitnehmer auf dieser Welt. Ich will nicht mal bestreiten, dass ein Fußballprofi wirklich viel aufgeben muss, allerdings wird das überwiegend auch fürstlich entlohnt. Zudem wird niemand gezwungen Profifußballer zu werden.

Menschen die 5-6 Tage die Woche 12 Stunden-Schichten schieben für gesellschaftlich (überlebens-)wichtige Berufe verdienen definitiv zu wenig, aber Profifußballer ganz sicher nicht! Das Sandro Wagner dieses anders sieht, zeigt meiner Meinung nur, das Geld zu Realitätsverlust führen kann.

Nach der Karriere

„stehst du oft ohne Ausbildung oder richtiges Studium da, musst wieder neu anfangen mit riesigem Aufwand. Meiner Meinung nach ist daher jeder Euro verdient.“

Viele Menschen können sich ein vernünftiges Studium überhaupt nicht leisten. Als Ex-Profifußballer sollte man da zumindest wirtschaftlich erhebliche Vorteile haben. Zudem existieren genügend Beispiele, die während der letzten Karrierejahre mit einem Fernstudium zum Studienabschluss gekommen sind. Und auch hier gilt, es liegt ja an einem selber, ob man eine Ausbildung oder ein Studium macht. Niemand muss Fußballer sein! Notfalls kann man ja immer noch als TV-Experte sein Gesicht in die Kamera halten.

Außerdem sollten ein Großteil der Fußballprofis nach der Karriere einige Jahre und die Topstars sogar für immer ausgesorgt haben. Wer eine fetten Lebensstil mit dicken Autos, großen Häusern und sonstigen Protz führt, hat halt selber schuld und verdient es auch nicht besser! Ich habe überhaupt kein Verständnis für diese These von Herrn Wagner!

Wie sagte Marcell Jansen mal:

„Man kann eh nur zwei Schnitzel essen.“

Ich gönne jeden Fußballer seine Geld, Auto und sonstigen Krams, so viel Geld brauche ich nicht und will ich auch gar nicht haben, aber über so viele Geld zu jammern, finde ich zum kotzen und zeigt meiner Meinung einen schwachen Charakter. Zudem man im Zweifel auch seinen eigenen Fans damit verbal eine ordentliche Klatsche gibt.

Eine weitere „wundervolle“ Aussage von Sandro Wagner aus dem Interview: Die Profis in den amerikanischen Ligen bekämen

„auch deutlich mehr“.

Nur um dann in dem selben Interview zu erzählen:

„Wir sollten auch mal von dieser Neid-Kultur wegkommen in ganz Deutschland.“

Also fasse ich mal zusammen: Wir Deutschen sollten mal nicht so ne krasse Neid-Kultur pflegen, allerdings ist Herr Wagner zeitgleich neidisch auf die Gehälter in den US-Ligen. Diesen krassen Logikfehler merkt er hoffentlich selber. Ansonsten wird das wohl wirklich nichts mehr mit einer zweiten Karriere nach seiner Fußballerzeit.

Auch zum Thema Frauenfußball hat sich Herr Wagner geäußert

„Ich finde, Frauen und Fußball, das passt nicht“

Ach wissen Sie was Herr Wagner, machen Sie doch einfach den Kop zu, so viel gequirlte Scheiße habe ich selten in einem Interview gelesen. Sorry, ist so!

Wie bewertet Ihr die Aussagen von Sandro Wagner? Wie ist eure Meinung?

Linktipp:

Eine realistischere Einschätzung zu Spielergehältern hat ManU Profi Juan Mata: Lächerlich viel Gehalt


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2 Comments

  • Thilo

    25. April 2016 - 19:08

    Und mir kann keiner erzählen, dass ich als Fußballprofi nicht noch nebenher massig Zeit habe zu studieren oder eine Ausbildung zu absolvieren. So aufreibend und Zeitaufwändig ist ein Sportlerleben nun auch wieder nicht.

    • Konrad

      27. April 2016 - 9:32

      Es gibt sogar viele Vereine die in der Jugend das unterstützen, also von daher sind die Aussagen von Wagner extrem dämlich und zeigen meiner Meinung, dass er einfach nicht genug im Kopf hat um was anderes als Fußball gebacken zu bekommen.

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