Gedenktafel Schießplatz Höltigbaum

Am Rand des Naturschutzgebiet Höltigbaum findet ihr die Gedenktafel „Schießplatz Höltigbaum“. Diese ist ein wenig im Grünen versteckt, aber ihr solltet diese trotzdem problemlos finden können.

Einen Besuch an diesem Ort des Gedenkens könnt ihr sehr gut mit einem ausgiebigen und erholsamen Spaziergang im Naturschutzgebiet Höltigbaum kombinieren.

Gedenktafel am Schießplatz Höltigbaum

Die Gedenktafel für die hingerichteten Menschen auf diesem Schießplatz findet ihr an der Ecke Sieker Landstraße/Neuer Höltigbaum. Diese ist hier je nach Jahreszeit ein wenig versteckt, da viele Pflanzen drum herum vorhanden sind, welche die Gedenktafel ggf. auch mal zuwuchern.

Gedenktafel Schiessplatz Hoeltigbaum

An diesem Ort wurden über 330 Menschen durch die Nazis ermordet. Gründe dafür waren unter anderem Fahnenflucht. Am Ende des 2. Weltkriegs gab es fast täglich Erschießungen. Die letzten Erschießungen wurden etwa eine Woche vor dem Eintreffen der britischen Truppen durchgeführt. Für die, auf dem Schießplatz ermordeten Menschen, ist hier diese Gedenktafel aufgestellt.

Die Gedenktafel wurde im September 2003 aufgebaut und erinnert seit dem Jahr 2005 als einziger Ort in Hamburg an die Wehrmachtsdeserteure. Möglich machte das unter anderem die Friedensinitiative Rahlstedt. Vorher gab es in Blankenese noch ein Deserteursdenkmal, welches allerdings entfernt wurde.

Die SPD-Wandsbek wollte 2005 Straßen in der Umgebung der Lettow-Vorbeck-Kaserne in Jenfeld nach ermordeten Deserteuren benennen, die Realisierung steht allerdings noch aus.

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