FC St. Pauli 6. Herren feiert klaren Heimdreier gegen 1. FC Eimsbüttel

Die Sechste Herren traf am 20. Spieltag der Kreisklasse 7 am Sonntagnachmittag auf Schlusslicht 1. FC Eimsbüttel. Vor dem Duell stand fest: Selbst bei einer Niederlage verbleiben Kiezkicker auf dem dritten Tabellenrang. Ein Sieg war jedoch immens wichtig, um nicht zum Spitzenduo abreißen zu lassen.  

Auch auf der Gegenseite war klar: Die Eimsbüttler bleiben auch im Falle eines Auswärtserfolges bis auf Weiteres auf dem letzten Tabellenplatz. Klare Vorzeichen also für das Spiel.

Das Spiel FC St. Pauli 6. Herren gegen 1. FC Eimsbüttel 

Die erste Halbzeit 

Bei nicht so geilem Wetter pfiff der Schiedsrichter die Partie pünktlich an. Mit den heimischen Zuschauern im Rücken startete die Heimelf schwungvoll ins Spiel. Schon in der 2. Spielminute markierte die Sechste den Führungstreffer. Völlig unbewacht auf Höhe des Fünfers brachte Oliver Wolff den Ball per Flachschuss in der Tormitte unter. Beim Tor hatte der Keeper keine Chance. Mein Tipp in dem Moment, wenn 3 Tore fallen, fallen auch 7 Tore. KonBon mal wieder wild am rumorakeln.

Mittlerweile hatte typisches „Hamburger Wetter“ eingesetzt und das Tor hat dem Spiel irgendwie auch nicht gut getan. Die Sechste war zwar klar am Drücker, aber nicht so richtig effizient. Großchancen Mangelware. Erst in der 18. Minuten erarbeitete sich mal wieder Oliver Wolff eine hochkarätige Schusschance für Sankt Pauli. Er schoss die Kugel wuchtig aufs Tor, doch der Keeper bereinigte die Situation. Braun-Weißer Ballbesitz gefühlt 1910 Prozent, aber das bringt ja alleine auch nix. 

Sankt Pauli spielte sich in der 27. Spielminute durch Matthias Eckelt eine weitere Schusschance heraus. Die Eimsbüttler versuchten sich im Konterspiel, konnten das aber nicht so gut umsetzen. Eimsbüttel klärte nun noch einen Ball auf den Dom. Kostet ja nix der Scheiß und ist sicher ein guter Preis für eine der Buden. Sankt Pauli kam in der 34. Minute zu einer weiteren Top-Schusschance. Mal wieder Oliver Wolff schoss das Spielgerät nur knapp am Tor des Gegners vorbei. In der 35. Spielminute erarbeitete sich Sechste Herren eine exzellente Kopfballchance. Das Leder köpfte niemand geringeres als Oliver Wolff nur knapp am Kasten des Gegners vorbei.  

Sechste Herren Gg 1 Fc Eimsbuettel 1 Halbzeit

Kurz darauf folgte Sechste-Keeper Daniel Balewski mit seinem zweiten Pfopp der Gegner. Mit einem kräftigen Flachpass durch Freund und Feind kam der Ball aus dem Strafraum im Mittelkreis dann doch zum eigenen Mann. Gutes Auge! Vorher hatte er schon mal einen Lupfabstoß zum Mitspieler im Mittelkreis. Feinste Technikskills am Start heute. 

Durch Nick Schlapkohl erspielten sich die Braun-Weißen in der 38. Minute zwei prima Torgelegenheiten per Schuss und Nachschuss, aber leider war da nix zählbares entstanden. Nur eine Minute später baute Sankt Pauli die Führung dann endlich weiter aus. Unbedrängt auf Höhe des Elfmeterpunkts beförderte Nick Schlapkohl den Ball mit einer Direktabnahme mittig ins Tor. Der Torhüter war beim Gegentor erneut chancenlos. Assistgeber war Henrik Zech mit einer Flanke von der rechten Seite nach einem Konter. Die Fankurve ging Steil – Yeah!  

Nun ging es schnell. In der 41. Minute erzielte die Sechste den nächsten Treffer – und was für einen! Unbewacht in der eigenen Hälfte bugsierte Luca Pierini die Kugel mit einem Kunstschuss unter die Latte. Jetzt war Eskalation, was für ein Traumtor des Verteidigers. Der Torschütze wollte auch direkt ausgewechselt werden, besser konnte es auch nicht mehr werden! Doch er ist ja motiviert und so versuchte er noch einen drauf zu setzen. Am eigenen Strafraum wollte er noch mal einen ins Tor dübeln. Doch diesen Versuch eines 80 Meter Schusses blockte der Brustkorb des Gegners. Nüchtern betrachtet wollte er wahrschlich aber auch nur den Ball klären.

Bei einem Zwischenstand von 3:0 bat der Yoga-Affine Referee die Spieler in die Kabine. 3 Tore sind gefallen, nun musste die Sechste beweisen, das ich mit meinen Wenn-3-dann-7-Tore-Tipp richtig lag.

Die zweite Halbzeit 

Sankt Paulis Sechste Herren markierte in der 54. Spielminute den nächsten Treffer. Nicht attackiert auf Höhe des Fünfers brachte wieder Oliver Wolff das Spielgerät per Flachschuss in den Maschen des Gegners unter. Vorlagengeber war Nick Schlapkohl mit einem Flachpass innerhalb des Sechzehners. 

In der 58. Minute folgte ein Einwurf, welchen Sebastian „Bascht“ Frank erst einmal auf seinem stabilen Zeigefinger drehen ließ. Starke Technikeinlage die den Gegner leider nicht genug abgelenkt hatte. Auch 15 Minuten vor Spielende behielt die Kiezkicker die Fäden in der Hand. Die Platzherren versuchten durch Ballbesitzspiel die Eimsbüttler aus der Partie zu nehmen, aber so richtig schön anzuschauen war das ganze trotz einiger Tore bisher nicht. Lauer Sommerkick würde man sagen, wenn es nicht so kalt gewesen wäre.

Sechste Herren Gg 1 Fc Eimsbuettel 2 Halbzeit

In der Schlussphase kam es bei der Heimmannschaft zu weiteren hervorragenden Schusschancen. Felix Frey schoss den Ball auf den gegnerischen Kasten, doch der Keeper parierte. Überhaupt war der Torhüter vom 1. FC Eimsbüttel heute klar bester Mann bei den Gästen. Die Vorarbeit zu dieser Chance kam übrigens von Amin Dweik, welcher auf der Außenbahn einen Ball überragend erlaufen hatte und mit einer Finte den Abwehrspieler alt aussehen ließ.  

In der 76. Spielminute konnte sich die Sechste eine uneinholbare Führung herausspielen. Unbedrängt beförderte Niklas Künnemann die Kugel per Gewaltschuss ins Gehäuse. Torpremiere für den Spieler vom FC St. Pauli. Auf der Bank der Sechsten freuten sich alle schon auf die Tor-Premieren-Kiste. Gegen Spielende hatte Sankt Pauli weiterhin mehr von der Begegnung. Mit sinkenden Temperaturen kam auch mehr Bewegung in das Spiel. In der 79. Minute folgte direkt der nächste Treffer. Im Strafraum kam Nick Schlapkohl frei zum Schuss und brachte das Spielgerät mittig im Kasten zum verdienten 6:0 unter. Es fing wieder an zu Regnen.

In der 83. Spielminute konnte die Sechste Herren dann endlich das siebte Tor machen. Wer hatte es vorausgesagt? Freistehend in Strafraumnähe schoss Tom Zaremba das Leder äußerst wuchtig ins Gehäuse. Torvorbereiter war er selber durch einen abgeprallten Schuss. Sankt Pauli kam in der 85. Minute zu einer weiteren hochkarätigen Schusschance. Den Ball schoss Amin Dweik aber an die Unterlatte.  

In der 89. Spielminute erzielte der 1. FC Eimsbüttel ein Last-Minute-Tor. Daniel “The Trickshot” Balewski motzt zurecht wie ein Rohrspatz. Was da genau passiert ist, weiß allerdings am Spielfeldrand niemand so wirklich, da es am Seitenrand kurz vor einer Eskalation stand. Grund war ein Streit, ob der SC Freiburg, Christian Streich und Nils Petersen sympathisch sind oder nicht. Alle waren da klar der Meinung, dass die Freiburger sympathisch sind, nur einer war bockig und fand alles doof. Ich freue mich über eure Meinung zum SC Freiburg in den Kommentaren. Das Spiel endete kurz darauf.  

Das Fazit 

Das Duell war „nichts für Feinschmecker“. Aber wie man seine Tordifferenz aufmöbelt, ist am Ende auch egal. Nach Abpfiff stand ein 7:1 zu Buche. Zu keiner Zeit schien der Sieg der souverän aufspielenden Platzherren gefährdet. Der Kantersieg war auch in seiner Höhe absolut verdient. Nach dem Heimsieg bleiben die Kiezkicker auf dem dritten Tabellenrang. Der 1. FC Eimsbüttel befinden sich nach der Auswärtspleite weiterhin abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang.

Sechste Herren Gg 1 Fc Eimsbuettel Nach Schlusspfiff

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