Eine meiner Leidenschaften ist die digitale Fotografie. Dieser gehe ich seit 2000 nach. Wobei am Anfang meine damalige Jenoptik mit 3,1 MP ohne jede weitere Funktion nur für eBay Fotos diente … gelegentlich habe ich noch mal ein Foto von Muttis Pony (Andalusier Stute) gemacht, aber größeres hatte ich damals nicht vor. Ein Jahr später nervte mich die Kamera, die Bildqualität war schlecht … Funktionen gab es nicht, also habe ich mir eine Casio Exilim gekauft. Die war nicht schlecht. Durch diese Kamera habe ich auch langsam mein Interesse an der Fotografie entdeckt. Ich fing an, mehr Aufnahmen von Landschaften und Tieren zu machen. Irgendwann störte mich allerdings der niedrige optische Zoom der Casio Kamera. Mit 3x kommt man bei Tieraufnahmen oft nicht weit. Wie es der Zufall so wollte, habe ich günstig eine gebrauchte Canon EOS 350D mit einem Sigma 18-55mm Objektiv angeboten bekommen. Nach gründlicher Überlegung habe ich das Angebot angenommen.
Die ersten Tage waren teilweise sehr frustrierend. Eine DLSR ist einfach kein Knipser. Bei den ersten 1000 Fotos habe ich bestimmt deutlich über 95 % Ausschuss produziert. Ich kam mit der Technik einfach nicht klar. Zwar wurden die Ergebnisse etwas besser, nachdem ich das Handbuch studiert habe. Aber ich hatte immer den Eindruck, dass die Exilim nicht wirklich schlechter war … bei weniger Aufwand. Ich habe schon tatsächlich überlegt die Kamera wieder abzugeben, dachte das Hobby passt doch nicht zu mir. Irgendwann bin ich dann im Internet auf den Fotolehrgang von Tom Striewisch gestoßen. Das Buch habe ich mir einfach mal gekauft und durchgearbeitet, weil ich das Hobby nicht einfach so schnell in die Tonne drücken wollte.
Und es hat funktioniert. Ich habe viel theoretischen Kram gelernt, über den ich mir vorher nie irgendwelche Gedanken gemacht habe (Goldener Schnitt, Wirkung der Blende, Belichtung usw.). Als ich dann langsam die Theorie in die Praxis umsetzen konnte, wurden die Ergebnisse immer besser. Als blieb ich am Ball … wie man so schön sagt … und es hat sich gelohnt. Meine Interessen haben sich immer weiter entwickelt, angefangen von „simplen“ Landschaftsaufnahmen, über ein paar Tieraufnahmen (überwiegend Pferde) bis hin zu Produktfotos für eBay. Alles wurde ausprobiert.
Allerdings bin ich dann irgendwann auf die Grenzen der Technik gestoßen. Bei hohen ISO Werten gab es starkes Bildrauschen und die Kamera war oft deutlich zu langsam … besonders bei Sportfotografie. Ich fing, an unzufrieden zu werden. Naja, da die 350D ja auch schon ca. 5 Jahre alt war und locker zwischen 80.000 und 100.000 Auslösungen hatte, habe ich sie in Rente geschickt.
Es musste was Neues her … besserer Body, besser Objektive … Also habe ich mir die EOS 40D gekauft. Als Objektive nutze ich eine Zeit lang das 17-85mm Kitobjektiv mit IS und USM, sowie das Canon 70-300mm Objektiv mit IS und USM. Aber ich habe die dann kurzfristig wieder abgegeben, da insbesondere die Bildqualität des 70-300er nicht gut genug war. Die Canon EOS 40D ist dann irgendwann einem Wasserschaden erlegen. Das war ein trauriger Moment in meiner Fotografenkarriere.
Es folgte eine Zeit lang nichts … dann hatte ich endlich wieder genug Geld, um mir eine neue Kamera zu besorgen. Ich entschied mich für die gerade eben erschienene Canon EOS 7D. Eine Kamera mit hervorragender Bildqualität, erstklassiker Ausstattung und einer Geschwindigkeit, die ich vorher noch nicht gesehen habe. Noch ein paar schöne Objektive dazu, und schon ging der Spaß mit der Fotografie wieder ungebremst weiter.
Leider musste ich in der Zeit meiner Arbeitslosigkeit die guten Objektive verscherbeln, aber ich arbeite bereits daran, mir wieder neue Objektive zu beschaffen. Zurzeit fotografiere ich mit einem 17-85 mm IS USM von Canon sowie dem Canon 50 mm 1.8 II Festbrennweitenobjektiv. Ist natürlich nur der halbe Spaß, aber bald gibt es wieder echte Linsen für meine 7D.
Ein paar meiner Lieblingsfotos könnt Ihr auch in meiner Fotogalerie sehen. Ich freue mich auf euer Feedback.